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Woche der Freizeitsicherheit

Erstmals „Woche der Freizeitsicherheit“ in Vorarlberg Verschiedene Aktivitäten sollen auf die Möglichkeiten zur Senkung des Unfallrisikos im Heim- und Freizeitbereich aufmerksam machen.

„Die Woche der Freizeitsicherheit ist ein wichtiger Schritt in der Präventionsarbeit“, betont Landesstatthalter Markus Wallner. Wandern, Radfahren, Fußball, Inlineskaten, Schwimmen und der Garten: Die Palette an beliebten Freizeitbeschäftigungen ist groß. Was allerdings nach wie vor unterschätzt wird sind Gefahren und Folgen, die Hobbys und das private Umfeld mit sich bringen. Denn von den jährlich etwa 36.500 Unfallopfern die stationär oder ambulant in Spitälern behandelt werden müssen, entfallen 42 Prozent (15.300 Personen) auf den Heim- und Freizeitbereich und 35 Prozent (12.800 Personen) auf den Sport.

Im Vergleich dazu liegt der Anteil jener, die im Straßenverkehr zu Schaden kommen, bei gerade einmal 6 Prozent (3.600 Personen). Arbeits- und Schülerunfälle machen 17 Prozent (6.255 Personen) aus. Trotzdem werden nach wie vor ungleich mehr Mittel und Kräfte in die Unfallvermeidung auf Straßen investiert, als das im Heim- und Freizeitbereich der Fall ist. Mit einer „Woche der Freizeitsicherheit“ möchte die Initiative Sichere Gemeinden in Zusammenarbeit mit der Landesregierung anhand praktischer Beispiele auf die vielfältig vorhandenen Möglichkeiten zur Minimierung des Unfallrisikos im Alltag hinweisen.

„Nicht nur, dass der Heim- und Freizeitbereich ein unfallträchtiges Pflaster ist, muß Unfallprävention schon im Kindesalter beginnen“, betont LSth. Wallner. „Jeder Unfall, der sich vermeiden lässt, erspart nicht nur viel Leid, sondern auch Kosten“. Speziell jetzt, wo bald die Ferien beginnen und die Familien wieder mehr Zeit für gemeinsame Unternehmungen haben, sind Informationen zu mehr Sicherheit im Alltag willkommen.

„Es ist Aufgabe von Erwachsenen, das Verletzungsrisiko für Kinder so gering wie möglich zu halten, ohne dabei ihr Recht auf Entwicklung unnötig einzuschränken“, erklärt Dr. Harald Geiger, Sprecher der Kinder- und Jugendärzte. Bewusstes Vorbeugen helfe, schmerzhafte Erfahrungen und ernsthafte Unfallfolgen zu vermeiden. Geiger: „Das Sprichwort ‚Vorbeugen ist besser als Heilen“ hat gerade im Umgang mit Kindern nichts von seiner Aktualität eingebüßt.

Ing. Franz Rein, Geschäftsführer der Initiative Sichere Gemeinde, verweist darauf, dass es nicht darum gehe zu dramatisieren oder Menschen in ihrer Bewegungsfreiheit zu behindern. „Das Leben darf spannend sein und bleiben“, sagt Rein. Doch niemand sollte aufgrund von vermeidbaren Unfällen leiden müssen. „Deshalb möchten wir mit der „Woche der Freizeitsicherheit“ das Bewusstsein dafür schärfen, dass jeder selbst etwas zu seiner Sicherheit beitragen kann“, erklärt Franz Rein die Zielsetzung. Risiko erkennen, abschätzen und minimieren sollte deshalb die Devise auch für den Heim- und Freizeitbereich lauten.

Dazu sind bis einschließlich Freitag verschiedene Aktivitäten geplant, deren Bogen sich vom Säugling bis zum Senior spannt und die aufzeigen, dass oft schon einfache Maßnahmen reichen, um die Sicherheit für Kinder und Erwachsene deutlich zu erhöhen.

Download (Pressemappe_28.06.2010)

 
 
cribel 2009